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2001 - Gründung des Klinischen Studienzentrums Chirurgie (KSC)

/ Zeitspuren

Bislang basieren nur 10 bis 15 % aller Therapien in der Chirurgie auf den Ergebnissen randomisiert kontrollierter klinischer Studien. Mit dem Ziel, diesen Anteil deutlich zu erhöhen, wurde am 1. Oktober 2001 das Klinische Studienzentrum Chirurgie (KSC) gegründet und der erste Heidelberger Studienpatient am 6. Mai 2002 in eine randomisiert kontrollierte Studie (RCT) eingeschlossen.

Eine randomisiert kontrollierte Studie (RCT) vergleicht in der Regel zwei unterschiedliche Ansätze zur Behandlung eines Krankheitsbildes, z.B. zwei  Arzneimittelregime, eine medikamentöse Therapie versus eine Operation oder auch zwei unterschiedliche Operationstechniken.
Hierdurch werden zwei Gruppen von Patienten gebildet, bei welchen nach Durchführung der Therapie Erfolge untersucht und verglichen werden können.

Ziel ist es, die beste Therapieform Patienten zu finden. Ohne die Durchführung solcher Studien ist eine moderne, auf wissenschaftsbasierten Grundprinzipien ruhende Krankenversorgung (evidenzbasierte Medizin = EbM) nicht möglich.
 
Das KSC führt chirurgische Studien zum Vergleich operativer Verfahren und Auftragsstudien der pharmazeutischen Industrie zur Entwicklung neuer Medikamente in der Chirurgie (z.B. Thromboseprophylaxe, Antibiotika-Therapie, Schmerzbehandlung etc.) durch.
 
Im Studienzentrum werden Patienten von speziell ausgebildetem Studienpersonal betreut. Dieses setzt sich zusammen aus besonders qualifizierten Ärzten, Krankenschwestern und Krankenpflegern sowie Arzthelferinnen. Durch einen Studienrufdienst steht an 365 Tagen im Jahr ein Ansprechpartner zur Verfügung, sodass vielen Patienten die Teilnahme an einer Studie ermöglicht werden kann.